Museumskerwa mit Einstandskonzert der Jagdhornbläser und Ausstellung der Kreisjägerschaft


Vor 15 Jahren hat der Heimatverein sein neues Areal am Röthelberg bezogen und die große Halle schnell mit reichlich landwirtschaftlichen und handwerklichen Exponaten gefüllt. Erst in jüngster Zeit sind unter der Regie von Franz Petter – zuständig für Akquise, Instandsetzung und Präsentation der Exponate – einige themenbezogene und mit Info-Tafeln bestückte Bereiche entstanden. Nun kam just zur Museumskerwa noch die Jagdausstellung der Kreisjägerschaft Höchstadt in die Museumshalle.

Auf Dauer natürlich. Denn Max Schreiner, selbst Mitglied in der Kreisjägerschaft Höchstadt und seit langem im Heimatverein aktiv, hat sie von ihrem bisherigen Standort Neuhaus  als Vereinsmitglied nach Weisendorf geholt. Dort, in der Museumshalle nah dem Eingang, präsentiert man nun alle jagdbaren Wildarten Mittelfrankens, teils selbst geschossen, teils vom speziellen Handel bezogen.

Roland Kleebauer, der den Kontakt der Kreisjägerschaft zum Heimatverein hält, hat in den letzten vier Wochen zusammen mit Helfern abends und am Wochenende eine attraktive Ausstellung zusammengestellt. Und mit viel Sorgfalt und Naturmaterialien ein echt wirkendes Ambiente geschaffen. In drei Bereiche ist die neue Ausstellung gegliedert. Im „Wald“ stehen dort viele heimische Tiere wie Fuchs, Rehbock, sogar ein Hermelin im weißen Winterkleid. Daneben im Bereich „Wald und Feld“ sind unter anderen Wiesel, Wildkaninchen, Murmeltier, Steinmarder zu bewundern und zum Thema „Wasser“ eine reiche Population von Stockente über Bisamratte bis Reiher. In den benachbarten Vitrinen sind Tag- und Nachtgreifvögel zu Hause.

Mit der Zeit sollen noch etliche Exponate dazu kommen. Ein ganz außergewöhnliches steht schon in der Sammlung, das Rackelhuhn. Als eine Mischung aus dem bereits ausgestorbenen Birk- und Auerwild war es ein Hybrid und konnte sich dadurch nicht mehr fortpflanzen. Eine weitere Besonderheit der Ausstellung ist, dass die Exponate nur nummeriert und nicht benannt sind. Grund: „Schlaue Köpfe“ sollen sich beweisen können. Eventuell, so war zu hören, könne man daraus auch eine Art Wettbewerb entwickeln, für schlaue Kinder wie Erwachsene. Auch Schulen könnten sich angesprochen fühlen, eine solch reichhaltige Sammlung heimischer Tiere in den Unterricht einzubeziehen. Die Gäste jedenfalls, die nachmittags die Ausstellung besuchten, waren nicht nur begeistert, sondern hatten teils auch ganz spezielle Fragen. „Zeigen’s doch mal, wo der Marder ist, der mein Auto anbeißt“.

Michael Welker, Vorsitzender der Kreisjägerschaft hatte dem Besucher helfen können. Später, vor Beginn des Jagdhornblasens dankte er zunächst dem Heimatverein für die Unterkunft. Dort wolle man künftig auf kleiner Fläche die schöne fränkische Tierwelt präsentieren. Fragen zu heimischen Tieren seien jederzeit willkommen. Unter der Leitung von Helmut Heller trat dann das Jagdhornbläsercorps an, eine Abteilung der Kreisjägerschaft Herzogenaurach. Zum Einstand begrüßten sie die Besucher mit dem Hirschmarsch, gefolgt vom Hessischen Jägermarsch. Im weiteren Programm erklangen auch der „Gschaftlhuber“ und die Försterhochzeit. Und mit dem Signal „Auf Wiedersehen“ verabschiedeten sie sich von den applaudierenden Zuhörern.

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