Nicht nur Zustimmung bei der Ausschusssitzung – Künftiges Ortsbild im Zentrum im Blick und nicht genehmigte Nutzung im Gewerbegebiet


In der letzten Sitzung des Jahres ganz kurz vor dem Weihnachtsfest bescherte der Bauausschuss den Antragstellern zu ihren jeweiligen Vorhaben vorwiegend positives Einvernehmen. Es gab aber auch einstimmige, deutliche Ablehnung und Kritik.

Die sehr kompakte Bebauung des kleinen privaten Baugebiets Marienbader Straße am Sauerheimer Weg mit drei weiteren Zweifamilienhäusern wurde zwar genehmigt, weil die Bauanträge den Richtlinien des Bebauungsplans entsprechen. Dennoch keimte erneute Kritik zur realen Verdichtung, wie sie schon bei den Anträgen zu den beiden bereits genehmigten Bauvorhaben für zwei Doppelhäuser zu hören war. Man hätte bei der Genehmigung des Bebauungsplans restriktiver entscheiden sollen, so die späte Einsicht. Im Wohngebiet südlich der Erlanger Straße genehmigte man ausnahmsweise die Nutzungsänderung von Kellerräumen zu gewerblichen Zwecken, weil es sich um einen nicht störenden Betrieb handle. Und im Baugebiet Geisgrün gab es die nahezu übliche Genehmigung zur moderaten Überschreitung der Baugrenzen. Auch die Umplanung einer Dachgestaltung bei einem Bauvorhaben im Ortsteil Mitteldorf, Am Herrnweiher, wurde jetzt durchgewunken. Genauso der Bau einer „doch sehr großen landwirtschaftlichen Halle“ im Außenbereich von Mitteldorf. Voraussetzung für die Zustimmung ist allerdings die landwirtschaftliche Privilegierung.

Auf massive Ablehnung stieß dagegen der Bauantrag einer bundesweit agierenden Werbefirma, an der nahezu fensterlosen Westseite des Gebäudes Hauptstraße 7 eine unbeleuchtete sogenannte Plakatanschlagtafel anzubringen. Unter der Adresse war bis vor geraumer Zeit eine Fahrschule etabliert, seit einigen Monaten ist dort ein Straßenverlauf eingezogen. Die Werbetafel würde laut Antrag 3,60 mal 2,55 Meter groß sein. Allerdings würde sich die Werbung nicht auf ein im Gebäude etabliertes Gewerbe beziehen, sondern auf überregionale oder gar internationale Produkte und Firmen. Da das Gebäude mitten im städtebaulichen Sanierungsgebiet „Ortsmitte Weisendorf“ liegt, lieferte das begleitende Topos team eine Stellungnahme, wonach das Vorhaben den Gestaltungsrichtlinien der Sanierung widerspricht. Norbert Maier (Grüne), der als Besitzer einer in der Ortsmitte liegenden Scheune mit großer Frontfläche ebenfalls ein Angebot der Werbefirma bekommen hatte, schlug in diesem Zusammenhang vor, größere Werbung generell aus dem Ortskern heraus zu halten und eher am östlichen Ortsrand nahe der Einkaufsmärkte zu sammeln.

Das Gewerbegebiet war anschließend Gegenstand einer allgemeinen Nachfrage von Hans Kreiner (CSU). Er sei, so berichtete er, schon mehrmals von Bürgern und Anliegern auf dortige Missstände angesprochen worden. Die Parkplatzsituation sei extrem schwierig und zwar um den gesamten U-förmigen Straßenzug, der den Westen des Gewerbegebiets erschließt. Im vorderen Bereich nahe der Tankstelle stünde nachts häufig ein Lastzug mit fremdem Kennzeichen, dazu entgegen der Fahrtrichtung. Der, so wird vermutet, gehöre zum Neubau daneben, in dem ein kleiner Übernachtungsbetrieb geplant war, aber dann nach Widerspruch der Kommune in Büronutzung umgewandelt wurde. Auch bei einer etliche Meter weiter nördlich liegenden großen Lagerhalle auf der östlichen Straßenseite vermuten Bürger eine nicht genehmigte Nutzung. Offenbar werde dort Ware im Schichtbetrieb auf Paletten angeliefert und umgepackt. Dazu sei viel Personal nötig, dass schon jetzt die Parkstreifen mit Privat-Pkws komplett belege. Angeblich soll das Personal sogar noch erheblich aufgestockt werde.

Im Rathaus ist man nun dabei, die Art der Nutzung zu überprüfen. Konkretes gebe es dazu noch nicht, so auf Nachfrage. Sollte aber eine neue Nutzung dazu führen, dass die Anzahl der Stellplätze nicht mehr reicht, dann wird die Kommune vom Eigentümer „eine Anpassung verlangen“.

 

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